FIBS

Familien. Informieren. Beraten. Stärken.

Die Beratungsstelle FIBS begleitet alle Familien, in denen eine Person schwer erkrankt ist. Dabei achten wir besonders auf Kinder und Jugendliche – damit sie in diesen schwierigen Zeiten nicht nur mitlaufen, sondern gut mitkommen.

WAS FIBS MACHT:

FIBS verbindet Wissen, Gespräch und Stärkung. Wir schauen nicht nur auf die Diagnose, sondern auf das, was sie im Familienleben auslöst: Gefühle, Kommunikation, Organisation, Schule – und die Frage: Wie bleiben wir verbunden, wenn es gerade schwer ist?

Beratung für Eltern und Angehörige

Sie bringen Ihre Fragen mit, wir sortieren, planen und suchen Worte, die passen.

  • Sie sprechen ehrlich und kindgerecht über die Krankheit.
  • Sie halten Alltag und Beziehungen stabil, auch wenn sich vieles verändert.
  • Sie finden Wege im Umgang mit Angst, Rückzug, Wut und Dauerstress.
  • Sie bekommen Orientierung: Was hilft jetzt – und wie kommen Sie gut dorthin?

Begleitung für Kinder
und Jugendliche

Wir geben Kindern Raum, hören zu und arbeiten altersgerecht – auch kreativ, wenn Worte fehlen.

  • Kinder und Jugendliche ordnen Gefühle ein: Angst, Trauer, Wut, Scham.
  • Sie lernen kleine Strategien, die im Alltag wirklich helfen.
  • Sie stärken „Sicherheitsanker“: feste Personen, feste Rituale, klare Absprachen.
  • In Gruppen treffen sie andere, die Ähnliches erleben: „Ich bin nicht allein.“

Unterstützung im Umfeld

Wir beraten dort, wo Kinder leben: in Schule, Kita, Jugendhilfe. Wir helfen Fachkräften, sicher zu begleiten – ohne zu dramatisieren und ohne zu bagatellisieren.

Und wenn der Weg zu uns in der aktuellen Situation unmöglich ist, kommen wir in Absprache auch nach Hause oder ins Krankenhaus.

Materialien & kleine Bibliothek

Wir sammeln Bücher, Karten und Erklärhilfen zu vielen Erkrankungen – damit Gespräche leichter werden und Kinder passende Worte finden.

WER WIR SIND:

FIBS ist ein Angebot des Palliativnetz Oberhausen e.V. Wir arbeiten vernetzt in Oberhausen – damit Familien nicht von Stelle zu Stelle laufen, sondern einen optimalen Ansprechpartner finden.

Wichtig: Viele Menschen verbinden dem Wort „Palliativversorgung“ und/oder „-medizin“ mit der Begleitung in der letzten Lebensphase. Eine offenere Sicht auf den Begriff Palliative Care meint: Lebensqualität stärken, Beschwerden lindern, seelisch und sozial mittragen – und zwar auch früh im Verlauf einer schweren Erkrankung, parallel zur Behandlung.
Genau in diesem breiten Sinn verankert FIBS sein Angebot: nicht als „Ende-des-Lebens-Stelle“, sondern als Familien-Begleitung, wenn Krankheit das Familiensystem herausfordert.

FIBS bringt Fachwissen und Erfahrung zusammen: systemische Arbeit mit Familien, psychologische Unterstützung bei schweren Diagnosen und ein starkes Netzwerk in Oberhausen.

Die Leitung übernimmt Nicole Peters-Bokelmann. Sie engagiert sich seit Jahren für Familien und bringt viel Erfahrung aus Hospiz-, Palliativ- und psychoonkologischer Arbeit mit.

Gut zu wissen:

FIBS arbeitet kostenfrei und ist auf Spenden angewiesen, die das Angebot erst ermöglichen.

WEN SPRECHEN WIR AN?

FIBS steht allen Familien offen, wenn die körperliche Erkrankung eines Familienmitglieds das Leben spürbar verändert – egal ob akut oder chronisch, heilbar oder unheilbar.

Das können schwere Erkrankungen sein wie Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Aber auch Krankheiten, die unauffälliger erscheinen, und dennoch viel Unruhe ins System bringen wie beispielsweise bei der Diabetes.

Jede Familie ist im Grunde ein System. Ein Familiensystem. Jedes Mitglied hat Rollen und Aufgaben, es gibt praktische Funktionen und emotionale Verbindungen. Bildlich gesprochen ist eine Familie so etwas wie ein Mobile. Stößt man ein Teil an und bringt es so aus dem Gleichgewicht, sind alle Teile des Systems betroffen. Genau das passiert, wenn eine Person in einer Familie von einer schweren Krankheit betroffen ist. Vom Moment der Diagnosestellung an stellt sich jedes Familienmitglied seine ganz individuellen Fragen und hat seine eigenen Ängste.

In Kurzform:

FIBS hilft Ihnen, das neue organisatorische wie emotionale Chaos zu sortieren – Schritt für Schritt, passend zu Ihrer Familie.

WARUM GUTE ERKLÄRUNGEN ENTLASTEN

Aus Liebe schweigen viele Erwachsene: Sie wollen schützen. Besonders Kinder.

Aber Kinder sind hochsensibel. Sie merken sofort, dass etwas in ihrer Familie sich verändert. Sie sehen Müdigkeit, hören Telefonate, spüren die Stimmung – und suchen nach einer Erklärung.

Wenn dann niemand erklärt, was gerade passiert, füllt ein Kind die Wissenslücken oft mit den schwersten Gedanken: „Darf ich in diese Stimmung hineinfragen?“ „Habe ich etwas falsch gemacht?“ „Was passiert als Nächstes?“ Unklarheit ist ein fataler Zustand, auch wenn die Absicht der Erwachsenen verständlich ist, lässt sie die Nöte eher wachsen.

Darum setzt FIBS auf klare, kindgerechte Worte. Wir helfen Ihnen, die Krankheit so zu erklären, dass Ihr Kind sie versteht – ohne zu überfordern und ohne zu beschönigen. Wir sprechen über das, was Kinder im Alltag erleben: Krankenhaus, Behandlungen, Veränderungen zu Hause. Wir geben Orientierung: Was wissen wir? Was steht als Nächstes an? Wer kümmert sich? Was bleibt gleich?

Dass diese Klarheit hilft, belegen weltweit zahllose Untersuchungen. In der Studie „Wonders & Worries“ begleiteten Fachkräfte z.B. Kinder von krebskranken Eltern mit Gesprächen, kindgerechten Erklärungen und praktischen Hilfen für den Alltag. Danach kamen viele Kinder besser mit der neuen Lebenssituation zurecht wodurch die Familien wiederum mehr Stabilität erlebten.

In Kurzform:

FIBS hilft Ihnen, das neue organisatorische wie emotionale Chaos zu sortieren – Schritt für Schritt, passend zu Ihrer Familie.

DAS GIBTS NEUES

Hier teilen wir Neuigkeiten aus unserem Alltag, hilfreiche Informationen für Betroffene und Angehörige sowie Themen rund um Begleitung, Pflege und Lebensqualität. Bleiben Sie informiert über das, was uns bewegt und was wir für Sie tun.

SPONSOREN

Unsere Arbeit wird ausschließlich durch Spenden ermöglicht. Wir danken allen Unterstützern, die unser Angebot mit ihrem Engagement und ihrer Hilfe erst möglich machen.

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