Wenn ein Elternteil, ein Großelternteil oder ein anderer nahestehender Mensch schwer erkrankt wird, betrifft das immer die ganze Familie. Kinder und Jugendliche spüren solche Veränderungen oft sehr genau und brauchen in dieser Situation besondere Aufmerksamkeit. Für FIBS ist die Zusammenarbeit mit dem Palliativteam Oberhausen deshalb besonders wertvoll. Hier verbinden sich die palliative Versorgung zu Hause und der Blick auf das gesamte Familiensystem.
Eine zentrale Rolle spielt Nicole Peters-Bokelmann, Leiterin von FIBS. Sie ist zugleich als Psychoonkologin im Palliativteam Oberhausen tätig und bringt zudem ihre Erfahrung aus der Hospizarbeit (im Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V.) sowie ihre Kompetenz als systemische Kinder- und Jugendtherapeutin (im Sternenzelt e.V.) ein. „Gerade in palliativen Situationen ist die familiäre Lage oft sehr fragil. Dann ist es besonders wichtig, das gesamte Familiengeflecht zu unterstützen“, sagt Peters-Bokelmann.
Das Palliativteam begleitet schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen im häuslichen Umfeld. Dadurch erkennt es früh, wenn Kinder oder Jugendliche in einer Familie mitbetroffen sind und zusätzliche Unterstützung hilfreich sein kann.
Auch Christiane Bonatis, Pflegedienstleitung des Palliativteams und Vorstandsmitglied im Palliativnetzwerk Oberhausen, beschreibt diese Schnittstelle als bedeutsam: „Wenn Kinder involviert sind, brauchen Familien oft zusätzliche Sicherheit bei den Fragen: Was kann ich tun? Was erwartet mich? Und wie kann ich mein Kind gut mitnehmen?“
Für FIBS zeigt sich darin, wie wichtig ein tragfähiges Netzwerk in Oberhausen ist. Denn nicht jede Familie findet in einer belastenden Krankheitsphase Beratung und Begleitung. Oft braucht es Menschen, die solche Bedarfe erkennen und Brücken bauen. „Sobald Kinder involviert sind, ist Nicole Peters-Bokelmann für uns eine zentrale Anlaufstelle“, sagt Christiane Bonatis.
So entsteht eine Zusammenarbeit mit kurzen Wegen und vertrauten Ansprechpartner:innen. Das Palliativteam bringt die Erfahrung aus der Versorgung schwersterkrankter Menschen ein, FIBS ergänzt den Blick auf Kinder, Jugendliche und familiäre Dynamiken. Gemeinsam entsteht Unterstützung, die Familien stärkt und Kinder in palliativen Familiensituationen nicht aus dem Blick verliert.
